CHRONIK DER VICTOR-KLEMPERER-AKADEMIE

Sommertrimester 2011

 

01. Mai 2011:

Trimesterbeginn. Für den ersten Kurs ist dies der Beginn des achten und damit bereits des vorletzten Trimesters, für den zweiten Kurs ist es der Beginn des fünften Trimesters.

 

Thema Kurs 1: "Die Kunst der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts"

Thema Kurs 2: "Kunst und Architektur in Manierismus und Barock"

 

03. Mai 2011:

Kurs 1, Studientag 1: Einführung in das Trimesterthema mit einem Ausblick auf dieses Trimester, während dessen eine ausgesprochen große Anzahl an unterschiedlichen Stilen und Künstlern angesprochen werden wird. Darüber hinaus schließen wir die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts bewusst an die gesamte Kunstgeschichte an, indem wir zur Schärfung des Blicks Kunstwerke zwischen dem 11. und 20. Jahrhundert ansehen, bestimmen, einordnen und vergleichen, dies immer unter den Fragestellungen: Wie ist das Kunstwerk gemacht? und: Worauf lag das besondere Interesse des jeweiligen Künstlers?


4. Mai 2011:

Kurs 2, Studientag 1. Die erste Hälfte dieses Trimesters wird sich der zweite Kurs inhaltlich mit dem Manierismus beschäftigen. Daher geht es zu Beginn um den Begriff "Manierismus" und um die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, gemeinsame Stilmerkmale für den Manierismus zu benennen. – Auch für Kurs 2 steht am Trimesterbeginn die Schärfung des Blicks im Vordergrund: Wir konfrontieren uns mit uns noch unbekannten Kunstwerken und versuchen, anhand der erlernten Methodiken begründete Aussagen über sie zu machen – ein spannendes und ausgesprochen kurzweiliges Unterfangen.

 

10. Mai 2011:

Kurs 1. An diesem zweiten Studientag des Trimesters führt die Vorlesung weiter in die Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts ein, über Kubismus und Futurismus werden Surrealismus, Bauhaus und die Stadtutopien Le Corusiers und Bruno Tauts sowie der künstlerische Ansatz der Dada-Bewegung angesprochen. Am Ende des Überblicks steht die Kunst zur Zeit des Nationalsozialismus. Das erste Referat hat Kasimir Malewitschs Werk, vor allem sein Schwarzes Quadrat auf weißem Grund, zum Thema.

 

11. Mai 2011:

Kurs 2, Studientag 2. Die Vorlesung handelt weiter vom Manierismus und seinen Kennzeichen, die z.T. der Spätrenaissance, z.T. dem Frühbarock zugehörig zu sein scheinen. – Das erste Referat handelt von Michelangelos Bau der Neuen Sakristei an der Kirche S. Lorenzo in Florenz.

 

17. Mai 2011:

Kurs 1, Studientag 3. Die Vorlesung setzt in ihrem Überblick wiederum bei der Kunst zur Zeit des Nationalsozialismus an und führt das Thema fort bis in die 1950er Jahren, in denen im zerstörten Deutschland neue Bauten nicht zuletzt im Auftrag der neuen Regierungen gebaut werden mussten. Das Referat beschäftigt sich mit Piet Mondrians Werk.



 

18. Mai 2011:

Kurs 2 Studientag 3. In der Vorlesung geht es nun um ein Kennzeichen des Manierismus, das nicht zuletzt für den Barock höchst wichtig werden und gewöhnlich als "typisch barock" klassifiziert wird: um die Aufhebung der Grenzen zwischen den Kunstgattungen einerseits wie andererseits zwischen dem Kunstraum (dem Raum im Bild) und dem Realraum (dem Raum vor dem Bild) – etwas, das bis heute gern, aber meist ohne Kenntnis solcher kunsthistorischer Bezüge verwendet wird, beispielsweise in einer Werbe-Kampagne der Sparkasse, die gerade mit diesem Übergang spielt. – Das Referat ist wieder einmal eine besondere Bereicherung für uns, da eine Teilnehmerin auf der Grundlage ihrer beruflichen Kompetenzen über "Psychologische Aspekte der Betrachtung von Kunst" berichtet. Damit überschreiten wir den Bereich der 'reinen' Kunstgeschichte, sehen gewissermaßen über unseren Tellerrand hinaus.

 

19. Mai 2011:

Kurs 1. Unsere erste Kurzexkursion führt uns nach Karlsruhe. Dort findet in der Kunsthalle die Ausstellung "Unsere Moderne" statt, in der wir eine Reihe jener Kunstwerke im Original studieren können, über die wir in diesem Trimester arbeiten.

 

24. Mai 2011:

Kurs 1. Der vierte Studientag findet wieder einmal im Waldhof in Littenweiler statt. In der Vorlesung geht es nun schwerpunktmäßig, d.h. nicht mehr nur einführend, um Futurismus und Kubismus. Einerseits stellen wir den Gesichtspunkt der Bewegung ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit, andererseits sprechen wir ausführlich über Farbtheorie. Im Seminar-Referat geht es um den Surrealismus, Thema ist das Bild Der große Wald von Max Ernst. – In den Übungen dieser Studientage schärfen wir unser Auge und Bewusstsein für die unterschiedlichen Techniken und damit die Ausdrucksmöglichkeiten der Malerei und der Druckgraphik, aber ebenso der Skulptur.

 

25. Mai 2011:

Kurs 2, Studientag 4. Im Rahmen des Themas Manierismus kommen wir in der Vorlesung unter dem Stichwort der "Darstellung des Abnormen" nun zu den wunderbaren Kuriositäten des Manierismus: Wir betrachten beispielsweise die berühmten Porträtdarstellungen mit Gemüse und Obst, die Giuseppe Arcimboldo anfertigte, daneben den nicht ganz so berühmten Garten von Bomarzo bzw. Sacro Bosco ("Heiliger Wald") oder auch Parco dei Mostri ("Park der Ungeheuer") bei Viterbo, das "Phantasialand" bzw. ein "Erlebnispark" des späten 16. Jahrhunderts (der übrigens von Salvador Dalì wiederentdeckt wurde; das "schiefe Haus" im Garten hat sich nicht etwa 'gesetzt', sondern wurde so gebaut. Darüber hinaus geht es in der Vorlesung um den Wandel der Kunsttheorie, der hinter diesen Kuriositäten steckt und sie überhaupt erst möglich macht. – In Seminar und Übung machen wir uns mit wissenschaftlichen Hilfsmitteln zur Beschreibung und Deutung von Kunstwerken vertraut, in erster Linie mit diversen Lexika – unter ihnen beispielsweise das berühmte Lexikon der christlichen Ikonographie (LcI) – die uns in wichtigen Fragen weiterhelfen können. Langsam setzt sich die beruhigende Erkenntnis durch, dass diese Hilfsmittel viele Probleme der Beschreibung und Deutung von Kunstwerken sehr einfach machen, die uns vorher geradezu unlösbar erschienen.

 

 

26. Mai 2011:

Kurs 2. Wir treffen uns in der Ausstellung zum Werk von Konrad Witz im Kunstmuseum in Basel, wo wir gemeinsam die ausgestellten Originale studieren und mit großem Erfolg die neu erlernten Methoden anwenden.

 

31. Mai 2011:

Kurs 1, Studientag 5. Neben dem Bewegungsmotiv bei Marcel Duchamp und Robert Delaunay steht nocheinmal die Farbe im Zentrum der Vorlesung, nun unter Einbeziehung der Farbtheorien Johannes Ittens. – Das Referat im Seminar beschäftigt sich mit Picassos Bild Guernica, das für die Weltausstellung 1936/37 entstanden ist.

 

1. Juni 2011:

Kurs 2, Studientag 5. Diesmal handelt die Vorlesung vom Manierismus nördlich der Alpen. München ist dafür ein hervorragendes Beispiel – die Vorlesung ist gewissermaßen bereits ein Teil der Vorbereitung unserer Exkursion, denn in München haben sich zahlreiche Werke dieser Zeit erhalten. – Auch das Bild, das im Seminar-Referat behandelt wird, befindet sich in München: Adam Elsheimers Flucht nach Ägypten, eine der frühesten Nachtdarstellungen der abendländischen Kunstgeschichte überhaupt, eine "Beschwörung von Licht und Dunkel" (K. Andrews).

 



7. Juni 2011:

Kurs 1, Studientag 6. Robert Delaunays Disque (seine farbige Simultan-Scheibe) und noch einmal Johannes Ittens Farbkreis schließen die Beschäftigung mit den Farbtheorien während der Vorlesung ab, die selbst in viel älteren Bildern wie dem Mann mit dem Goldhelm (Rembrandt-Schule), Grünewalds Isenheimer Altar, Renoirs Tanz im 'Moulin de la Galette' und Van Goghs Café-Terrasse bei Nacht mit Gewinn eingesetzt werden können. Am Nachmittag führt eine Teilnehmerin, die professionell in Kosmetik und Mode tätig ist, mit Hilfe farbiger Tücher – vergleichbar einer Farbanalyse und -beratung – unterschiedliche Wirkungen von Farben vor. Aus der 'grauen Theorie' wird greifbare, farbige Praxis.

 

8. Juni 2011:

Kurs 2, Studientag 6. Nach dem Manierismus wird von nun an der Barock im Zentrum der Vorlesung des zweiten Kurses stehen. In dieser Sitzung geht es zunächst um den Zusammenhang zwischen Manierismus und Barock, dann um Tendenzen und Facetten der Kunst des Barock sowie schließlich um Barockmalerei in Italien und in den Niederlanden. – Im Seminar steht Michelangelo Merisi, besser bekannt unter dem Namen Caravaggio, im Zentrum unserer Aufmerksamkeit, einer jener Maler innerhalb der Kunstgeschichte, die kaum befriedigend nach Stil-Kriterien einzuordnen sind und die doch eine unüberschaubare Wirkung auf die nachfolgenden Generationen von Künstlern gehabt haben.

 

14. Juni 2011:

Kurs 1. Am Siebten Studientag wenden wir uns nach einem Blick auf den Kubisten Fernand Léger nun der Entwicklung der Abstraktion zu, vor allem im Zusammenhang mit dem Werk Wassily Kandinskys. – Das Referat-Thema ist diesmal Albert Speers Deutscher Pavillon auf der Weltausstellung 1936/37 in Paris, der in unmittelbarer Nachbarschaft zum Spanischen Pavillon mit Guernica und zum Sowjetischen Pavillon errichtet wurde, mit welch letzterem Speer ausdrücklich in Wettbewerb trat. Ein zweites Referat dieses Nachmittags beschäftigt sich mit der Ausstellungs-Kampagne Entartete Kunst in München und in anderen Städten Deutschlands.

 

 

15. Juni 2011:

Kurs 2, Studientag 7. Als ein echtes 'Schwergewicht' innerhalb der Barockmalerei in Italien behandelt die Vorlesung schwerpunktmäßig die Malerei von Peter Paul Rubens, dessen Bilder wir in München im Original sehen werden, darunter das berühmte Selbstbildnis mit Isabella Brant in der Geißblattlaube und das so genannte Große Jüngste Gericht. Letzteres wird sehr ausführlich behandelt und exemplarisch mit der zum Teil von uns selbst entwickelten Vier-Stufen-Methodik gedeutet. – Das Thema des Referats ist Jan Vermeers berühmtes Bild Die Malkunst, vielleicht eines der schönsten, mit Sicherheit eines der vielschichtigsten Bilder der ganzen abendländischen Kunstgeschichte – und zweifellos ein selbstbewusstes Zeugnis für die Überzeugung des Künstlers in Bezug auf die Bedeutung seines eigenen Tuns.

 

21. Juni 2011:

Kurs 1. Die Vorlesung handelt weiter von der Entwicklung der Abstraktion in der Kunst, neben Kandinsky wird nun auch Paul Klees Werk thematisiert. – Das Referat im Seminar handelt diesmal von Otto Dix und seinem Bildnis der Eltern II von 1924 und lenkt damit den Blick auf das Thema "Neue Sachlichkeit", das in der Folge von großer Bedeutung sein wird.

 

22. Juni 2011:

Kurs 2, Studientag 8. Nach Peter Paul Rubens werden nun Anthonis van Dyck, Jan Vermeer und Jacob Ruisdael in der Vorlesung gewürdigt. Damit wenden wir uns den 'leiseren Tönen' innerhalb der niederländischen Barockmalerei zu. – Das Referat im Seminar behandelt ein Bild El Grecos, das gelegentlich den Titel Der Großinquisitor führt. Anhand dieses Titels können wir gut studieren, wie sehr ein Titel den Blick leitet, manchmal fehlleitet, zumal Titel keineswegs immer vom Künstler selbst stammen müssen.

 

28. Juni 2011:

Kurs 1. Diesmal ist die Vorlesung ganz Paul Klee gewidmet, dessen Bilder Eros (1923) und Übermut (1939) ausführlich besprochen werden. Wir fassen den Entschluss, am Beginn des nächsten Trimesters das Zentrum Paul Klee in Bern zu besuchen, in dem eine große Zahl von Werken Klees zu sehen ist, u.a. Übermut. – Das Seminar-Referat reicht einerseits über die bildende Kunst hinaus in den Bereich der Musik, und steht dafür stellvertretend für die Bestrebungen der Aufhebung der Grenzen zwischen den Kunstgattungen, andererseits greift es bereits in das nächste Trimester voraus, denn es handelt von Hans Scharouns Philharmonie- und Kammermusiksaal-Bauten in Berlin.

 

29. Juni 2011:

Kurs 2, Studientag 9. Am Ende dieses Trimesters beschäftigt sich ein Schwerpunkt der Vorlesung intensiv mit dem Werk Rembrandts. Zunächst stehen seine Biographie sowie Bildnisse von seinen beiden Frauen Saskia und Hendrickje und von ihm selbst im Vordergrund. Auch Graphik wie das berühmte Hundertguldenblatt kommt zur Sprache. – Das Referat bereitet mit dem Selbstbildnis mit Isabella Brant in der Geißblattlaube von Peter Paul Rubens bereits unmittelbar auf die bevorstehende Exkursion nach München vor.

 

30. Juni 2011:

Kurs 1. Für diesen Nachmittag sind wir von Franz Armin Morat zur Besichtigung des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft in Freiburg eingeladen. Herr Morat führt uns durch die Ausstellung, in der schwerpunktmäßig Werke Artur Stolls, Franz Bernhards und Herbert Maiers zu sehen sind. Besonders interessant ist es für uns, die gänzlich andere Sicht auf Kunst kennenzulernen, die ein Sammler angesichts von Kunst entwickelt. So ist eine besonders spannende Frage die, nach welchen Kriterien ein Sammler Kunst eigentlich beurteilt. Schließlich muss am Ende ja auch ein Preis für das Kunstwerk ausgehandelt werden. Kann man aber den Wert von Kunst in 'barer Münze' ausdrücken? – Neben der großen Ausstellung dürfen wir auch einen Blick auf die "Altmeister" in der Bibliothek werfen, wo wir u.a. einem Hundertguldenblatt von Rembrandt begegnen – im Original, selbstverständlich.



 

 

 

04. Juli 2011:

Aufbruch zu unserer viertägigen Exkursion nach München. Dank einer günstigen Zugverbindung sind wir so früh vor Ort, dass wir den ganzen Nachmittag für einen Rundgang durch die (Alt-)Stadt nutzen können. Wir machen uns mit der Geschichte Münchens vertraut und besichtigen bereits einige Plätze und Gebäude, u.a. den Marienplatz (mit der manieristischen Marienfigur auf der Säule), St. Peter, die die älteste Pfarrkirche der Stadt ist, die so genannte Asamkirche (St. Nepomuk), das Äußere der Residenz, den Hofgarten und den Odeonsplatz mit dem beeindruckenden Blick in die Ludwigstraße. Am Abend essen wir gemeinsam im Wirtshaus "Der Pschorr".

 

05. Juli 2011 :

Am Vormittag besuchen wir mit viel Zeit die Residenz, zunächst die Schatzkammer mit ihren z.T. mehr als 1000 Jahre alten, bedeutenden Werken der Goldschmiedekunst, anschließend die Residenz selbst. Im Grottenhof studieren wir Hubert Gerhards Statue des Perseus mit dem abgeschlagenen Haupt der Medusa. Im Antiquarium, dem vielleicht eindrucksvollsten Raum der gesamten Residenz, den uns eine der Teilnehmerinnen durch ihr Referat vorstellt. Am Nachmittag besuchen wir die Jesuitenkirche St. Michael, die für den Manierismus nördlich der Alpen eine ganz besondere Bedeutung hat; auch für dieses Monument hat eine Teilnehmerin ein Referat vorbereitet. Besonders intensiv studieren wir die beeindruckenden Bronzeskulpturen, ebenfalls herausragende Werke des Manierismus. Zum Abschluss des Tages besichtigen wir die Frauenkirche.

 

06. Juli 2011:

Unseren gesamten dritten Exkursionstag verbringen wir, anders als es der Plan eigentlich vorsah, in der Alten Pinakothek – für die meisten der Höhepunkt unserer Exkursion. Wir nehmen uns viel Zeit für die Bilder, die nun im Original vor uns hängen, beginnen mit den Frühen Niederländern und schreiten langsam fort. Wir hören ein Referat über Albrecht Altdorfers geheimnisvolle Geburt Mariae und ein weiteres über Adam Elsheimers wunderbares, kleines Nachtbild Flucht nach Ägypten. Den gesamten Nachmittag nehmen wir uns für die großen Niederländer, für Rubens und Rembrandt, und für einige der niederländischen Landschaftsmaler wie Jacob van Ruisdael. Wir kommen am Morgen, als das Museum seine Tore öffnet, und gehen kurz bevor es sie wieder schließt. – Während des Spaziergangs von der Alten Pinakothek in Richtung Marienplatz werfen wir noch einen Blick in die Theatinerkirche.

 

07. Juli 2011:

An unserem letzten Exkursionstag fahren wir mit der S-Bahn zum Schloss Nymphenburg hinaus. Bei traumhaftem, sommerlichen Wetter besichtigen wir das Schloss selbst und die umfangreichen Gartenanlagen sowie die kleinen Schlösser Amalienburg und Badenburg. Auch für diese Anlagen hat ein Referent die notwendigen Fakten gesammelt und stellt sie uns während der Besichtigung zur Verfügung. – Am späten Nachmittag steigen wir am Münchener Hauptbahnhof in den Zug und sind um kurz nach 22 Uhr wieder in Freiburg.

 

 

12. Juli 2011:

Kurs 1. Schon wieder ist das Ende eines Trimesters erreicht. Noch einmal steht Paul Klee im Zentrum. Schließlich wird die Vorlesung abgeschlossen mit dem Versuch einer Zusammenfassung und einer abschließenden Reflexion über den Begriff der "Schönheit" und seinem Verschwinden aus der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts angesichts solch einschneidender Ereignisse wie den beiden Weltkriegen, die das Streben nach dem Schönen als einen geradezu naiven, jedenfalls weitgehend weltfremden Drang erscheinen lässt.

 

13. Juli 2011:

Kurs 2, Sitzung 10. Die Vorlesung kann unmittelbar an unsere Exkursion anschließen, denn sie behandelt schwerpunktmäßig Bilder von Rembrandt, die wir in der Alten Pinakothek im Original intensiv studieren konnten. Darunter befindet sich die Serie um Kreuzaufrichtung, Kreuzabnahme und Auferstehung Christi, die Rembrandt in den 1630er Jahren malte. Daneben werfen wir selbstverständlich auch einen Blick auf die Nachtwache, die, wie wir erfahren, ursprünglich gar keine Nacht-Wache war. – Am Schluss steht die Erkenntnis, dass wir mit einem Zeitraum von etwa 1550 – 1790 und mit so unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie Caravaggio, Parmigianino, Rubens, Ruisdael und Rembrandt ein ausgesprochen umfangreiches und vielseitiges Trimesterthema hatten – das für einen nächsten Kurs sinnvollerweise in zwei einzelne Trimesterthemen geteilt werden wird.

 

15. Juli 2011:

An diesem Tag findet in Badenweiler der letzte Abend des "Abendstudiums Kunstgeschichte" vor der Sommerpause statt. Thema ist diesmal Rembrandt. – Der nächste 'Studienabend' wird im Oktober stattfinden.

 

18. Juli – 09. September 2011:

Vorlesungsfreie Zeit