CHRONIK DER VICTOR-KLEMPERER-AKADEMIE

Herbsttrimester 2011

 

01. September 2011:

Die Victor-Klemperer-Akademie wird drei Jahre alt.

 

Trimesterbeginn. Für den ersten Kurs ist dies das neunte und damit das letzte Trimester des Grundstudiums. Der Kurs ist nach wie vor voll besetzt.

Thema Kurs 1: "Die Kunst der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts"

Für diesen Kurs wird das Trimester sehr bunt, denn die Lehrveranstaltungen werden zunehmend von Diskussionen ohne das übliche Gefälle zwischen Lehrenden und Lernenden geprägt, zugleich unternehmen wir viel, um die aktuelle Kunstlandschaft in und um Freiburg kennenzulernen: wir besuchen Künstler, Galerien, Museen und andere kulturelle Institutionen.

 

Für Kurs 2 ist dieses Herbsttrimester das sechste Trimester. Auch dieser Kurs ist inzwischen voll besetzt.

Thema Kurs 2: "Der Beginn der Moderne: Die erste Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts (Klassizismus, Romantik)"

 

 

13. September 2011

Kurs 1, Studientag 1. Die Vorlesung setzt ein mit einer näheren Bestimmung der so genannten Nachkriegszeit und wirft Blicke u.a. auf Werke von Joseph Beuys, Valie Export, Jackson Pollock, Jasper Johns und Robert Rauschenberg. – Im Seminar wird bereits das erste Referat gehalten: zu Peter Eisenmans Bau des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin. – Während der Übung bereiten wir die zwei Tage später folgende Kurzexkursion nach Baden-Baden, zu einer Ausstellung von Werken Neo Rauchs, vor.

 

14. September 2011

Kurs 2, Studientag 1. Da es eine Reihe neuer Studierender in diesem Kurs gibt, beginnen wir das Trimester mit einer Vorstellungsrunde und mit Gesprächen über das Studium. Es folgt die Vorlesung, die mit einer Einleitung ins Trimesterthema und der Frage beginnt, warum aus der Sicht der Kunstgeschichte die Moderne bereits mit der Kunst um 1800 beginnt. – Am Nachmittag üben wir uns in der Bildbeschreibung und erarbeiten gemeinsam Unterschiede zwischen Bildern der vorhergehenden Epochen und denen seit der Zeit um 1800.

 

15. September 2011

Kurs 1, Kurzexkursion ins Museum Frieder Burda in Baden-Baden zur Neo Rauch-Ausstellung. Damit beginnt unsere Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Kunst und dem aktuellen Kunstbetrieb, die unweigerlich zu Fragen führt wie: was ist Kunst? was macht Kunst zur Kunst? wovon ist die Anerkennung von Kunst als Kunst abhängig? und wozu eigentlich ist Kunst da?

 

Die Meinungen innerhalb der Gruppe sind und bleiben geteilt, aber das dürfen sie ja auch.

 

20. September 2011

Kurs 1: Besuch des Zentrum Paul Klee in Bern und der Abegg-Stiftung in Bern-Riggisberg, einem Museum mit einer der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Textilien und anderen Kunstgegenständen aus Europa, dem vorderen Orient und dem Gebiet der Seidenstraßen aus der Zeit zwischen dem 4. Jahrhundert vor Christus bis um 1800.

Zu den berühmtesten Stücken gehören großformatige Wandbehänge aus dem spätantiken Ägypten sowie europäische Stoffe und Kirchengewänder vom 12. bis zum 18. Jahrhundert. Der Kurator für die Textilien des 5. bis 13. Jahrhunderts, für Samte, Metall und Keramik der Frühzeit, Dr. Michael Peter (Bild unten), führt uns durch Museum und Restaurierungswerkstatt und vermittelt viele Einblicke in die Konservierung und Restaurierung von antiken Textilien.

21. September 2011

Kurs 2: Besuch der Staatsgalerie Stuttgart. Wir versuchen an den Originalen eine erste Vorstellung davon zu bekommen, was eigentlich die Begriffe ‚klassizistische Kunst' und ‚romantische Kunst' meinen und worauf sie abzielen.

 

27. September 2011

Kurs 1: Die Vorlesung wendet sich nach der Einleitung dem ersten Schwerpunktthema zu: den Künstlern Jackson Pollock, Wols und Alberto Giacometti. – Im Seminar steht Anselm Kiefer im Zentrum des Interesses, hier v.a. die beiden Bilder "Dein goldenes Haar, Margarethe" und "Dein aschenes Haar, Sulamit", beide aus dem Jahr 1981. – In der Übung beschäftigen wir uns noch einmal mit Jackson Pollock, unter dem Stichwort einer „experimentellen Kunstgeschichte" diesmal u.a. über den Weg einer schriftlichen Beschreibung eines seiner informellen Bilder.

 

28. September 2011

Kurs 2: Die Vorlesung führt in den Begriff und die Idee des Klassizismus ein und leitet von Winckelmanns Wiederentdeckung der Antike zu Schillers Idealismus über. – In Seminar und Übung wird ein ausführlicher Methodentext, der zu Hause gelesen wurde, besprochen und anschließend der Gebrauch der Methode eingeübt.

 

04. Oktober 2011

Kurs 1: An diesem Studientag stehen in der Vorlesung noch einmal Jackson Pollock und Wols im Mittelpunkt, während im Seminar nun ein Architekturthema bearbeitet wird: der unter der Leitung von Günter Behnisch zwischen 1967 und 1972 erbaute Olympiapark in München.

 

05. Oktober 2011

Kurs 2: Die Vorlesung handelt u.a. vom Palladianismus und stellt anschließend Klassizismus und Romantik als zwei Facetten der Kunst um 1800 vor, die nicht ausschließlich als Gegensätze einander gegenüber stehen, sondern in unterschiedlichem Verhältnis z.T. gleichzeitig in den Kunstwerken zugegen sind. – Im Seminar handelt das Referat von Johann Heinrich Wilhelm Tischbeins berühmtem Porträt "Goethe in der Campagna."

 

11. Oktober 2011

Kurs 1: Die Vorlesung beschäftigt sich mit dem Thema „Abstraktion und Gegenständlichkeit in den 1950er und 1960er Jahren" und behandelt vor allem Clyfford Still, Mark Rothko und Barnett Newman. – Das Seminar-Referat stellt den zwischen 1973 und 1976 errichteten „Palast der Republik" auf dem Schlossplatz, ehemals Marx-Engels-Platz, in Berlin vor. – In der Übung wird der experimentelle Zugang zur Kunstgeschichte anhand einer Komposition von Wols weiter erprobt.

 

12. Oktober 2011

Kurs 2: Die Vorlesung hat diesmal vor allem die Präromantik und die Romantik zum Thema. U.a. wird anhand von Mary Shelleys Roman "Frankenstein" gezeigt, dass die Romantik kein rein deutsches Phänomen war. – Gegenstand des Referats im Seminar ist Jacques-Louis Davids Gemälde "Der Tod des Marat" mit seiner Umdeutung christlicher Symbolik in eine Symbolik der Französischen Revolution.

 

18. Oktober 2011

Kurs 1: Die Vorlesung setzt noch einmal bei Barnett Newman an und wechselt dann zur Pop-art, deren Entstehung maßgeblich von dem Briten Richard Hamilton mitgeprägt wurde. 

 

Am Nachmittag besuchen wir Martin Kasper, einen der international anerkannten Künstler Freiburgs, in seinem Atelier.

Für uns ist dies die einzigartige Möglichkeit, Fragen nach dem Entstehungsprozess, nach Absichten und Motivationen eines Künstlers zu stellen, und wir stellen fest, dass die Sicht des Künstlers auf seine eigene Werke ebenfalls nicht die definitive, einzig gültige Sicht ist.

Martin Kasper gibt sich große Mühe, unsere Fragen zu beantworten. Bei der einen oder anderen Frage denkt er längere Zeit nach. Es ist deutlich zu spüren: Die Fragen, die den Künstler beim Malen bewegen, sind andere als die, die wir uns stellen, wenn wir uns die Bilder ansehen.

Aber der Künstler drängt uns seine Ansicht nicht auf. Selbst wenn er um eine Stellungnahme gebeten wird, bleibt er zurückhaltend und nachdenklich.

Es ist deutlich zu sehen, dass seine Bilder keine "Botschaften" enthalten, die eindeutig sind und als solche entschlüsselt werden könnten. 

Hier geht es viel eher um ein Angebot, das der Künstler dem Betrachter macht und das dieser nutzen kann, um seinen eigenen Gefühlen, Intuitionen, Gedanken ein Stück näher zu kommen.

 

19. Oktober 2011

Kurs 2: Die Beschäftigung mit der Romantik führt in der Vorlesung zu William Turner und schließlich zu Caspar David Friedrich, beide unter dem Gesichtspunkt der Entdeckung der Gestaltungsweise als Ausdrucksmöglichkeit der Malerei. – Im Seminar-Referat geht es diesmal um Theodor Géricaults Bild "Das Floß der Medusa". – In der Übung beschäftigen wir uns weiterhin mit der Anwendung der Methodik zur Bildanalyse, die zu lebhaften und ausgesprochen fruchtbaren Diskussionen führt, vorläufig jedoch noch an Beispielen aus der vormodernen Malerei.

 

20. Oktober 2011

An diesem Nachmittag stehen zwei Besuche auf dem Programm von Kurs 1: Wir treffen uns im Kunstverein Freiburg, wo uns die Direktorin, Caroline Käding, in ausgesprochen fesselnder Weise die Ausstellung "State of being apart in space" des jungen englischen Künstlers Michael Dean nahebringt (siehe Bild unten) – eine Ausstellung, in der auf den ersten Blick gar nicht viel zu sehen ist.

Auch hier taten sich Fragen auf, die wir nun an eine kompetente Persönlichkeit stellen konnten, beispielsweise: wie findet man einen jungen Künstler? woher weiß man, dass er gut ist? Usw.

 

Der zweite Besuch dieses Nachmittags führte uns in die Galerie Meier, in der als einer der wenigen Galerien neben zeitgenössischer Malerei auch Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgestellt und zum Kauf angeboten wird. Die Fragen, die uns hier beschäftigten, waren neben den schon oben genannten solche der Festlegung eines Preises, vom Umgang mit Künstlern und Käufern usw. Ist es ein anderer Blick auf Kunst, wenn man sie als Ware sieht, mit der man handelt?

 

25. Oktober 2011

Kurs 1: Von den britischen Anfängen der Pop-art wechselt die Vorlesung nun über zu den amerikanischen Anfängen und mündet nach Werken von Stuart Davis, Jasper Johns und Robert Rauschenberg in einer kritischen Auseinandersetzung mit Andy Warhol. – Thema des Seminar-Referats ist der Neubau der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin unter der Leitung von Egon Eiermann.

 

26. Oktober 2011

Kurs 2. An diesem sechsten Studientag steht Jacques Louis David im Zentrum der Vorlesung sowie der ‚antike Geschmack', der den Klassizismus prägt. – Gewissermaßen als Kontrast stellt uns eine Teilnehmerin im Referat am Nachmittag Eugène Delacroix' Gemälde "Die Dantebarke" vor, mit dem Delacroix im Salon 1822 die Augen der Öffentlichkeit auf sich zu lenken hoffte.

 

04. November 2011

An diesem Nachmittag findet wiederum ein Abend im Rahmen des „Abendstudiums Kunstgeschichte" in Badenweiler statt. Auch hier steht nun die Moderne auf dem Programm. Eine erste Bestandsaufnahme ergibt, dass es so viele unterschiedliche Vorstellungen von ‚der Moderne' gibt, wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugegen sind.

 

08. November 2011
Kurs 1: An diesem Tag erproben wir eine neue Form der ‚Vorlesung'. Der Text ist vorher ausgegeben worden, alle haben ihn bereits lesen können. Nun wird in dieser Sitzung darüber gesprochen und lebhaft diskutiert. – Im Seminar handelt das Referat von Daniel Libeskinds Bau des "Jüdischen Museums" in Berlin, sein Projekt Between the Lines. Es stellt gewissermaßen schon die erste Vorbereitung auf die bevorstehende Exkursion nach Berlin dar. – In der Übung wird u.a. ein erstes Resümee gezogen über unsere Sicht auf die Kunst des 20. Jahrhunderts und wie sie sich in den vergangenen Wochen möglicherweise geändert hat.

 

09. November 2011

Kurs 2: Nocheinmal geht es in der Vorlesung um Jacques-Louis David, diesmal um seine Kunst im Zusammenhang der Französischen Revolution. – Thema des Seminar-Referats ist diesmal Caspar David Friedrichs Bild "Das Eismeer", das uns ganz offensichtlich eine ganze Fülle unterschiedlicher Interpretationen anbietet. – In der Übung sind wir inzwischen bei der Analyse von "Salome"-Darstellungen in der abendländischen Kunstgeschichte angelangt.

 

15. November 2011

Kurs 1: Thema der Vorlesung sind neue Kunstgattungen wie Fluxus, Happening und Performance, im Mittelpunkt stehen Nam June Paik und Rebecca Horn. – Im Seminar geht es diesmal um die irakisch-britische Architektin Zaha M. Hadid und die Feuerwache, die sie im Rahmen der Vitra-Werksanlagen in Weil am Rhein gebaut hat. – In der Übung setzen wir uns intensiv mit Rebecca Horn auseinander und es wird deutlich, wie viel mehr als nur der Sehsinn bei der Rezeption zeitgenössischer Kunst eingesetzt wird/werden kann, wenn der Betrachter/die Betrachterin das Angebot der Kunst nutzt.

 

16. November 2011

Kurs 2: Noch einmal steht in der Vorlesung Jacques-Louis David auf dem Programm, dann gehen wir zu unserem letzten großen Themenblock dieses Trimesters über: zu Francisco Goya. – Im Referat am Nachmittag geht es diesmal um Jean-Auguste Dominique Ingres' Gemälde "Das Türkische Bad", das wie eine Quintessenz aus seinem gesamten Werk – leider irgendwie zur Unzeit – erscheint.

 

 

 

21. November 2011

Wir brechen zu unserer Exkursion nach Berlin auf. Wir treffen am frühen Nachmittag dort ein und er-laufen uns in den verbleibenden Stunden des Tages das Berlin des 18./19. Jahrhunderts zwischen Alexanderplatz/ Scheunenviertel und Brandenburger Tor/ Spreebogen – nicht zuletzt durch Peter Eisenmans abendlich dunkles Denkmal für die ermordeten Juden Europas hindurch.



 

22. November 2011

Den zweiten Exkursions-Tag verbringen wir vollständig am Kulturforum. Nach einer historischen Einführung zum Ort und den verschiedenen Bauten (Philharmonie und Kammermusiksaal, Kunstgewerbemuseum, Gemäldegalerie, Kupferstichkabinett, Kunstbibliothek, Matthäi-Kirche und Staatsbibliothek; Bild oben) verbringen wir den größten Teil des Tages in der Gemäldegalerie mit Jan van Eyck, Albrecht Dürer, Anton van Dyck, Rembrandt, Jan Vermeer und Jacob van Ruisdael und anderen. Am Nachmittag wechseln wir auf die andere Straßenseite in die Neue Nationalgalerie, in der unter dem Titel „Der geteilte Himmel" soeben eine neue Ausstellung zur Kunst der Zeit zwischen 1945 und 1968 eröffnet worden war.

 

23. November 2011

Auch der dritte Tag ist lokal eng eingegrenzt, diesmal auf die Museumsinsel. Am Vormittag besuchen wir im Bode-Museum die Sonderausstellung „Schätze des Glaubens – Meisterwerke aus dem Dommuseum Hildesheim und dem Kunstgewerbemuseum Berlin zu Gast im Bode-Museum", in der Teile des Welfenschatzes und des Hildesheimer Kirchenschatzes gemeinsam zu sehen sind.

 

Den Nachmittag verbringen wir in der Alten Nationalgalerie vor Werken aus dem 19. Jahrhundert, darunter besonders Friedrich Schinkel, Caspar David Friedrich und Adolph von Menzel.

Den späten Nachmittag und Abend nutzen wir abschließend für einen Besuch des Jüdischen Museums.

 

24. November 2011

Den vierten Exkursionstag verbringen wir im "Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart". Zwei Ausstellungen sind es, die uns hier besonders beschäftigen: eine kleine Ausstellung zu „Land art", einem ‚Stil' oder einer Kunst-Gattung, die uns am folgenden Studientag beschäftigen wird, sowie „Joseph Beuys – 8 Tage in Japan und die Utopie Eurasia", eine Ausstellung vor allem mit Filmmaterial zu Beuys' Besuch in Japan 1984. Die Begegnung mit Beuys wird für viele - überraschenderweise – zu einem der Höhepunkte unserer Exkursion.

 

Am Nachmittag steigen wir wieder in den Zug und sind spät abends wieder zu Hause.

 

 

 

29. November 2011

Kurs 1: Letzter Studientag dieses Trimesters. Die Vorlesung nimmt mit der "Land-art" Bezug auf die Exkursion und die eindrucksvolle Ausstellung im Hamburger Bahnhof. – Den Nachmittag verbringen wir auf Einladung einer der Teilnehmerinnen in Sulzburg, südlich von Freiburg, in gemütlicher Runde und mit einigen weihevollen Worten angesichts der Tatsache, dass nun drei Jahren gemeinsamen Studiums zu Ende gehen. Eine der Studierenden fasste ihre Erfahrungen in dieser Zeit mit diesen Worten zusammen, die sie direkt an Dr. Diedrichs richtete:

 

„Diese drei Jahre waren eine tiefgreifende Erfahrung für mich, die die Kunst tief in meinem Leben verankert hat. Sie haben Ihre Aufgabe mit Bravour gemeistert und ich bin damit ein kleiner Teil Ihrer Erfolgsgeschichte.

Beeindruckend war für mich auch die Gemeinschaft, der Respekt und die menschliche Wärme, die ich in dieser Zeit erfahren habe. Ich werde das sehr vermissen."

 

Allerdings haben wir beschlossen, zumindest ein weiteres Trimester für die Kunst des späten zwanzigsten Jahrhunderts zu verwenden, zumal nun unmittelbar Joseph Beuys als Thema ansteht. Das Studium geht also weiter.

 

30. November 2011

Kurs 2. Für den zweiten Kurs ist dies erst der vorletzte Studientag. In der Vorlesung geht es sehr ausführlich um Goya, zunächst um sein malerisches, dann um sein graphisches Werk. – Das Referat handelt von der Berliner Bauakademie, die Friedrich Schinkel zwischen 1831 und 1836 errichtet hat. – In der Übung sind wir von Salome nun zu Maria Magdalena übergegangen.

 

02. Dezember 2011

Wiederum eine Abendveranstaltung in Badenweiler, diesmal mit Bildern von so unterschiedlichen Malern wie Gustave Moreau, Domenico Ghirlandaio, Tizian, Henri Regnault, Franz von Stuck, Rembrandt, Duccio, Gerard van Honthorst und Caravaggio – alle betrachtet unter dem Gesichtspunkt der „Moderne". Hier steht inzwischen ganz das Selber-Tun im Vordergrund: es geht, wie es anfangs programmatisch geheißen hatte, um das Einüben eines sensibilisierten und reflektierten Sehens.

 

07. Dezember 2011

Kurs 2: Letzter Studientag, wieder einmal im Augustinermuseum. – In der Vorlesung richten wir den Blick abschließend besonders auf Deutschland (Thema: Klassik und Romantik in Deutschland). Nachmittags geht es um eine ausführliche Rekapitulation des Trimesters und um Manöverkritik, und anschließend um einen ‚spielerischen Umgang' mit dem Bildgedächtnis: die Teilnehmerinnen und Teilnehmer versuchen, anhand von Details das Bild zu erschließen, zu dem die Details gehören. In gehobener Stimmung gehen wir alle in die Weihnachtspause.

 

 

08. Dezember 2011 – 06. Januar 2012: vorlesungsfreie Zeit